Es fing alles vor etwas 1 Woche an: Ich war mit ein paar Leuten im benachbarten Stranddorf Guratuba und chillte mir die Seele aus dem Leib. Über das Wochenende gibt es weiter nichts zu berichten, deswegen erspare ich mir alles, was langweilen oder von meinem Dienst ablenken könnte. Einzig interessant, war die Busfahrt nach Hause, die vier Stunden länger dauerte als erwartet (also sechs) und mir jegliche Möglichkeit raubte noch pünktlich meinen Anschlussbus um 10 Uhr nachts zu erreichen. Während ich im Bus saß und ein Rennen im Geiste, mit den imaginären Zeigern meiner Digitaluhr ausfocht, begann ich die Welt und vor allem Brasilien zu hassen. Also nicht Brasilien, nur die Busverbindungen, die auch nicht davor zurückschrecken dich 4 Stunden oder noch mehr auf deinen Anschlussbus warten zu lassen. Faktum errektum sind 1 Stunde Wartezeit tierischer Luxus. Bus verpasst stand ich dann jedenfalls in Curitiba und es gab nur 2 Möglichkeiten: Taxi für knapp 100 Reais oder Hotel für 30 und nochmal 15 den kommerzgeifernden Busgesellschaften in den Rachen zu werfen. Meine Ehrgefühl ließ mich nicht lange zögern und zornerfüllt schmiss ich meine Habschaften in das nächstbeste Taxi und ließ mich nach Hause fahren. Für einen Freundschaftspreis von 140 Reais ging das dann über die Bühne, obwohl ich Deutscher bin und deswegen aus Prinzip 10% auf alles bekomme. Fragt mich nicht warum, aber egal wohin man kommt wird man bevorzugt. Oder schon mal mit Flip-Flops und Fussballtrikot als Ausländer in eine Nobeldisko reingekommen, die zudem auch noch 3 facher Sieger des "Beste Disko Curitibas"-Preises ist? In Deutschland wohl unvorstellbar, vor allem wenn man versucht die Türsteher mit seinem Krüppelportugieisch zu bequatschen :/
Egal, mein Entschluss stand fest: Auto muss her und das innerhalb von 2 Wochen! Bus wird nie wieder gefahren und der Preis sollte konstant genug bleiben um das Auto möglichst wertunvermindert wieder weiterzuverkaufen. Was bietet sich also besser als der Oldschoolwagen, mit dem wohl jeder unserer Eltern seine Autokarriere begonnen hat: Ein Käfer Baujahr 76. Und das ist ein sowas von verdammter Hotshit!
Ich stell ihn euch mal vor:
Der Käfer von Volkswagen, im brasilianischen Volksmund "Fusca" genannt, präsentiert sich diesen Sommer in einem frisch neuen Weinrot. Schwarz ist seit Neujahr 2008 nicht mehr gern gesehen und weiss kommt wohl erst wieder diesen Winter, dachte sich auch die Chefetage und schickte eine neue Farbkombination mit den Käfern aufs Laufband. Am Zahn der Zeit reibt sich auch jedes chrom gehaltenes Anbauteil, wie Stoßstange oder fehlender Seitenspingel, auf das, Gerüchten zufol
ge, VW-Chef Bernd Pischetsrieder besonderen persönlichen Wert gelegt hat. In Kombination mit der neuen Hauptfarbe reiht sich diese detailverliebte Änderung hervorragend in die jahrelange konstant gehaltene Geschichte von Modellen bei VW ein. Fleißsternchen gibt es auch für die Innenausstattung, die der Designer dieses Mal besonders schlicht und rustikal ausfallen ließ. Aber es wird hier nicht, wie wir es vom Chefdesigner Harald Lescke der beliebten Mercedes-Maybach Klasse gewöhnt sind, alles nur Mögliche versucht den Regenwald mit seriös wirkenden Mahagonischmankerln einzudämmen, sondern es lächelt einen wieder als neues Sommerspecial, die alt-freundlich und familiär wirkende PVC-Verkleidung an, wenn man das Innere betritt. Der Neuzugang im Designerteam bei VW, Kurt Eschenbert, transferiert von Isuzu Japan, macht sich auch insofern bemerkbar, wenn man sich im Wageninnern umsieht und die stark verkleinerte Rückbank erblickt. 3 Japaner werden dort wohl Platz finden, aber an deutsche Firmenparnter zu denken ließ der stark vom Kommunismus geprägte Nationalstolz im Team wohl leider nicht mehr zu. Diesen Seitenhieb verkraftet man als Kapitalist aber schneller als einem lieb ist, wenn man den Zündsch
lüssel dreht und die Funken der Zündkerzen unter der Haube das Feuer von 42 reinrassigen Rennpferden entfachen. Laut heult er auf und brummt vor Vorfreude wie ein Tiger auf der Lauer in die Nacht hinaus. Mit einer Beschleunigung von eins auf hundert von 48,3 Sekunden braucht man sich auch alles andere zu schämen, oder sich zu Tode zu fürchten, wenn man vom Standstreifen auf der Autobahn ins Vergnügen starten möchte. Auf der Straße zeigt sich der neue Musterknabe von VW von einer beeindruckend verbesserten fahrerischen Seite. Mit dem neu eingebauten IdeallinienfindOr lässt sich so einiges rausholen und auch das neue Fahrwerk präsentiert sich gelassen dekadent und scheint keinerlei Sorgen mit zackigen Lenkmannövern oder engen Kurven zu haben. Die Bremsen werden vermutlich jeden Fahrer aufheulen lassen wie einen Kajoten, der ein läufiges Weibchen gewittert ha
t und lassen kein Platz für Mängel oder negative Kritik. Oder vielleicht doch, denn wer später bremst ist länger schnell und stehen bleiben will mit diesem Gefährt wohl keiner mehr. Auf Servolenkung oder andere technische Spielereien wie ABS oder ESP wurde dieses Mal übrigens wieder verzichtet, und nach Aussagen von Klaus Bischoff aus dem Produktionsteam, endlich wieder die schon so lange im Digitalwahn verlorengegangene Symbiose von Mann und Maschine wieder hergestellt. Exzellent gelungen, wenn nicht sogar übertrieben gut ist somit die Meinung der Redaktion über die neue Serie von VW für den Sommer 2008. Das neue Konzept "Sport ist Mord" konnte VW unproblematisch und lückenlos in die Tat umsetzen und lässt Fahrer und nicht Auto bei absolut jeder Spritztour des Redaktionsteams an seine Grenzen gehen. Im Sinne der Menschlichkeit behält sich die Redaktion eine Kaufempfehlung für alle Menschen ohne Rennfahrerausbildung vor, es sei denn sie haben Kurzhaarschnitte und werden dem Wort Rawdog und F****** zugleich gerecht.
(10/10 Krassheitssternen, die Redaktion)
Egal, mein Entschluss stand fest: Auto muss her und das innerhalb von 2 Wochen! Bus wird nie wieder gefahren und der Preis sollte konstant genug bleiben um das Auto möglichst wertunvermindert wieder weiterzuverkaufen. Was bietet sich also besser als der Oldschoolwagen, mit dem wohl jeder unserer Eltern seine Autokarriere begonnen hat: Ein Käfer Baujahr 76. Und das ist ein sowas von verdammter Hotshit!
Ich stell ihn euch mal vor:
Der Käfer von Volkswagen, im brasilianischen Volksmund "Fusca" genannt, präsentiert sich diesen Sommer in einem frisch neuen Weinrot. Schwarz ist seit Neujahr 2008 nicht mehr gern gesehen und weiss kommt wohl erst wieder diesen Winter, dachte sich auch die Chefetage und schickte eine neue Farbkombination mit den Käfern aufs Laufband. Am Zahn der Zeit reibt sich auch jedes chrom gehaltenes Anbauteil, wie Stoßstange oder fehlender Seitenspingel, auf das, Gerüchten zufol
(10/10 Krassheitssternen, die Redaktion)


5 Kommentare:
klopf.....klopf....simon?!? hast du das geschrieben ?? kaum zu glauben....
(völlige Begeisterung meinerseits)
Noch bevor du einen Blog über dein Fahrrad schreibst,
machst du einen Blog über ein AUTO...einfach toll...hätte ich nie gedacht..toll,toll,toll
Da fehlt eigentlich nur noch der Wackeldackel auf der Hutablage oder der Wackel-Elvis an der Frontscheibe.
Da kann ich nur
eine gute und sichere Fahrt
wünschen
Beste Grüße
Timo
Hi Simon,
da freuen wir uns aber auf eine Fahrt mit dir im Sommer. Bitte pack den Schutzengel gleich mit ein, aber der wird bei dir ja sowieso gratis mitgeliefert (siehe Opel Astra 2007;). Damit das heilige Blächle im Sommer noch heil ist und du auch!
Bis bald
parents GmbH
Servus SImon,
nen RetroKäfer----------->SEHR GEIL!
hoffe du hast deinen Fahrspass, hat der ein Brezelfenster?
hau rein, lass krachen und tune das dingens ;)
mfg Jonny
Hauptsache ein Cd player ist dabei!
absoooluuut sowas von hammerkrass =)
ganz viel respekt! das teil sieht krass aus.
nicht verkaufen sondern mitbringen!!
in diesem sinne
hals und beinbruch, wa
servus
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